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Untersuchung: Bessere Jobaussichten für Landschaftsarchitekten

Wolke zwischen Baumwipfeln

 

 

 

Landschaftsarchitekten bekommen immer häufiger unbefristete Arbeitsstellen angeboten.

 

Während 2008 noch 30 Prozent der Jobs mit einer Befristung ausgeschrieben wurden, waren es 2011 nur noch 22 Prozent. Das ist das Ergebnis einer statistischen Untersuchung, die der Informationsdienst arbeitsmarkt Umweltschutz / Naturwissenschaften in seiner aktuellen Ausgabe zum Schwerpunktthema „Arbeitsmarkt für Landschaftsarchitekten“ vorstellt.

 

„Die sinkende Zahl der befristeten Stellen spricht dafür, dass Landschaftsarchitekten und Landschaftsplaner auf dem Arbeitsmarkt stärker gesucht werden. Die Arbeitgeber müssen ihnen mehr bieten. Und eine unbefristete Stelle ist nun einmal attraktiver als eine befristete“, sagt Krischan Ostenrath, Arbeitsmarkt-Experte des Wissenschaftsladen Bonn e.V. Der gemeinnützige Verein mit Sitz in Bonn ist Herausgeber des wöchentlichen Informationsdienstes.

>> Analyse und Interviews mit Experten aus der Branche lesen Sie kostenlos in der Ausgabe des Informationsdienstes „arbeitsmarkt Umweltschutz/Naturwissenschaften“http://www.wila-arbeitsmarkt.de/files/uws_2012_33_landschaftsarchitekten.pdf

Berufseinsteiger brauchen Praxiserfahrung

Der Arbeitsmarkt sucht vor allem nach berufserfahrenen Fachkräften. Bei jeder dritten Stellenausschreibung wurde explizit „Berufserfahrung“ gefordert. Der Begriff „Erfahrung“ wird in rund 60 Prozent aller Ausschreibungen genannt – dann vor allem in Verbindung mit speziellen Kenntnissen. „Wenn ein Absolvent allerdings genau in diese Richtung Praxiswissen aufgebaut hat, etwa durch Praktika oder eine Abschlussarbeit, dürften seine Chancen nicht schlecht stehen“, bewertet Ostenrath die Zahlen.

Die Angaben zu den Soft Skills sprechen dafür, dass die Anforderungen an die tägliche Arbeit steigen. Die Arbeitgeber erwarten, dass Landschaftsarchitekten verhandeln können (22 Prozent), engagiert (15 Prozent) und mobil (15 Prozent) sind. Alle drei Werte sind in den vergangenen Jahren gestiegen. „Landschaftsarchitekten bearbeiten ihre Projekte eben nicht nur am Schreibtisch, sondern sind vor allem unterwegs beim Kunden vor Ort“, so Ostenrath.

Bachelor auf dem Vormarsch

Die Auswertung des Wissenschaftsladens zeigt außerdem: Bachelor und Master sind auf dem Vormarsch. 2011 wurde in den Stellenausschreibungen sechsmal häufiger der Bachelor als Qualifikations-Anforderung genannt als noch 2008. Auch auf einen Master wurde 2011 viermal häufiger hingewiesen als noch vor drei Jahren. „Bachelor  und Master werden auf dem Arbeitsmarkt zunehmend akzeptiert“, sagt Ostenrath.

Die meisten Stellenangebote gibt es in Süddeutschland. Jeweils 14,5 Prozent der Stellen wurden in Bayern und in Baden-Württemberg ausgeschrieben, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 12,5 Prozent.

Der Informationsdienst „arbeitsmarkt Umweltschutz/Naturwissenschaften“ wertet wöchentlich Stellenanzeigen in rund 150 Tageszeitungen, Fachmagazinen und Online-Stellenbörsen aus, analysiert sie nach Berufsfeldern und stellt sie für seine LeserInnen zusammen. Herausgeber ist der Wissenschaftsladen Bonn, der u.a. für Arbeitsmarkt-Studien, Bildungsprojekte sowie die die bundesweite Job- und Bildungsmesse Erneuerbare Energien verantwortlich zeichnet. Wissenschaftsläden arbeiten ohne Gewinnanspruch und schlagen eine Brücke zwischen Wissenschaft und Bürgern.