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Johanniskraut spendet Licht

Wer hat diese dunkle Jahreszeit nicht langsam satt? Macht uns der Lichtmangel zu schaffen, werden wir gar trübsinnig, empfehlen uns mittlerweile auch Ärzte Johanniskraut als bekanntes Antidepressiva einzunehmen. Schon seit Urzeiten werden dem Hypericum perforatum Heil- und Zauberkräfte zu geschrieben. Neben der stimmungsaufhellenden Kraft, wirkt es schmerzstillend, entzündungshemmend sowie allgemein stärkend und wird daher auch zur Rekonvaleszenz und Wundheilung empfohlen.

Schaut man sich diese anspruchslose aber wunderschön goldgelb blühende Pflanze näher an, entdeckt man ihr Geheimnis. Gegen das Licht gehalten, sehen die Blätter punktiert, wie mit Nadeln durchstochen, aus. Zerreibt man die Blüten zwischen den Fingern, tritt ein blutroter, angenehm riechender Saft aus. Blätter und Blüten enthalten Öldrüsen, in denen der Hauptwirkstoff des Johanniskraut, das Hypericin, gespeichert ist. Dieses rote Pigment mit photosensibilisierenden Eigenschaften erhöht die Lichtdurchlässigkeit der Haut. Die wenigen Sonnenstrahlen im Winter können so wesentlich effektiver von unserem Körper aufgenommen werden und den Lichtmangel sowie die damit verbundene Mattigkeit etwas ausgleichen.

Wird Johanniskraut therapeutisch eingesetzt, werden 1 bis 2 Tassen  starken Tees über 6 Wochen getrunken. Diese Kur empfiehlt sich nicht im Sommer, da bei starker Sonneneinstrahlung Hautreizungen entstehen können.