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Verbrauchertipp: Arbeitsplatz im Büro gesundheitsverträglich einrichten

Das Laptop vor sich, das Telefon an der Seite, die Schreibtischlampe daneben, den Drucker einen Meter entfernt – ein typischer deutscher Büro-Arbeitsplatz. Und ein Ort, der die Gesundheit möglicherweise ganz unnötig belastet.

buero-esmog grDr. Klaus Trost, Leiter der Mess- und Beratungsstelle Elektrosmog des Wissenschaftsladen Bonn: „Menschen, die viel Elektrosmog in Form von Magnetfeldern, elektrischen Feldern, Wellen und Strahlen ausgesetzt sind, leiden überdurchschnittlich häufig unter unspezifischen Symptomen wie Nervosität, Depressionen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, Allergien, Herz-Kreislauf-Störungen oder Vitalitätsverlust.“ Einzelne Studien weisen sogar darauf hin, dass Elektrosmog auch die Entstehung einiger Krebsarten begünstigen könnte.   Deshalb lohne es, so der Experte, am Büroarbeitsplatz einige Regeln einzuhalten, mit denen sich die Gesundheitsbelastung merklich senken lässt:

>> Computer, Notebooks, Bildschirme
Die Strahlung, die von Computern, Bildschirmen und Notebooks ausgeht, ist inzwischen sehr gering. Die stärkste Feldquelle ist das Netzteil des Notebooks. Dieses sollte sich auf dem Boden oder in einem Abstand von mindestens einem Meter vom Kopf des Nutzers befinden.

>> Systeme der Datenübertragung
Viele Menschen fühlen sich wohler, wenn sie nicht von Kabelsalat umgeben sind und ihre Aufgaben per Funk erledigen können. Während Bluetooth unkritisch ist, kann der dauerhafte Betrieb von WLAN aber die kognitive Leistungsfähigkeit beeinträchtigen oder z.B. Kopfschmerzen oder Schlafstörungen auslösen. Aus gesundheitlichen Gründen gilt daher: Wer ein drahtloses Datennetz (WLAN) betreibt, sollte es möglichst nur dann einschalten, wenn es tatsächlich gebraucht wird. Besser noch aber sollte man prüfen, ob es  mit vertretbarem Aufwand in ein Kabelnetz umgebaut werden kann. Kabelnetze sind leistungsfähiger, weniger störanfällig und funktionieren ohne Strahlenbelastung.

>> Telefone
Bei der Anschaffung von Schnurlostelefonen sollte man darauf achten, dass deren Basisstationen keine Dauersender sind, sondern nur während der Telefonate strahlen. Dies ist z.B. Bei Geräten mit Fulleco-Modus (Fulleco-DECT) der Fall. Beim Telefonieren mit dem Handy sollte man ein Kabel-Headset benutzen. Wer ganz sicher gehen will, kann sich für ein Headset mit Akustikkoppler entscheiden.

>> Schreibtischlampe
In die Schreibtischleuchte gehört eine Glühlampe oder (möglichst Hochvolt-) Halogenlampe. Den Einsatz von Stromsparlampen in diesen kopfnah betriebenen Leuchten sollte man vermeiden.

>> Mehr Tipps im "Ratgeber Büroarbeitsplatz" (15 S., pdf)

>> mehr zum Thema Elektrosmog: Bitte hier klicken!


Ansprechpartner:
Dr. Klaus Trost
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