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Unsere Themen Wann sind Hochspannungsleitungen gefährlich?

Hochspannungsleitungen erzeugen elektrische und magnetische Wechselfelder, aber nur die Magnetfelder dringen in Häuser ein. Je nach Spannungsebene der Leitung ergeben sich die folgenden Abstandsempfehlungen, wenn man durchschnittliche Belastungen über 200 nT vermeiden will:

Spannungsebene        Abstandsempfehlung

110 kV             30 –  40 m
220 kV             50 –  70 m
380 kV             70 – 100 m

Die Spannungsebene einer Leitung kann (in der Regel) an der Zahl der Leiterseile pro Phase erkannt werden, also an der Zahl der Drähte, die an einem Isolator hängen:

110 kV = 1 Leiterseil
220 kV = 2 Leiterseile
380 kV = 4 Leiterseile

Mit einiger Erfahrung kann man die Spannungsebene auch an der Länge der Isolatoren erkennen:

110 kV: kurze Isolatoren, einteilig
220 kV: Isolatoren etwa doppelt so lang wie bei 110 kV, meist zweiteilig
380 kV: dreimal so lang wie bei 110 kV, meist dreiteilig

Bei besonders hohen Masten (Leiterseilhöhen über 50 Meter) können die Abstandsempfehlungen der Tabelle noch weiter verringert werden. Im konkreten Fall (z.B. Kauf eines Hauses/Grundstücks in der Nähe einer Hochspannungsleitung) sollten grundsätzlich Feldmessungen durchgeführt werden.