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Unsere Themen Können Computer-Bildschirme krank machen?

Büroarbeitsplätze können krank machen. Häufig klagen Mitarbeiter gerade in modernen, klimatisierten Bürogebäuden über Symptome wie dauernde Müdigkeit, Kopfschmerzen, trockene Augen oder Hautausschlag. Die Beschwerden werden unter dem Begriff Sick-Building-Syndrom zusammengefaßt. Schlecht gewartete Klimaanlagen, permanente Zugluft, falsche Beleuchtung und dauernder Lärm, Reinigungsmittel und giftige Ausgasungen aus Wänden und Möbeln sowie Tabakrauch oder die Emissionen von Laserdruckern und Fotokopierern können die Ursache sein. Aber auch ein schlechtes Arbeitsklima (Mobbing) und die Benutzung von elektrischen Bürogeräten können die Gesundheit belasten.

Die Belastungen durch elektrische und magnetische Felder von Bildschirmen sind vielfältig. Für Fernseher gilt prinzipiell das gleiche, jedoch hält man von diesen im allgemeinen einen größeren Abstand und benutzt sie nicht so ausdauernd.

Das elektrostatische Feld auf dem Bildschirm zieht kleine Partikel je nach ihrer Ladung an oder stößt sie ab. Dadurch ist der Schirm selbst, wie der Bereich unmittelbar vor dem Schirm, sehr staubbelastet. Augenreizungen, Hautprobleme im Gesicht und erhöhte Infektanfälligkeit werden hiermit in Verbindung gebracht. Auch nach dem Abschalten des Bildschirms kann dessen elektrostatische Aufladung noch über Stunden erhalten bleiben. Dieser Effekt wird durch eine niedrige Luftfeuchtigkeit begünstigt.

Der Frage nach möglichen gesundheitlichen Auswirkungen von Bildschirmstrahlung wurde in den achtziger Jahren wesentlich mit Blick auf die embryonale Entwicklung nachgegangen. Die hierzu durchgeführten epidemiologischen Studien lassen, wenn überhaupt, nur auf ein sehr geringes Risiko für Schwangerschaftskomplikationen schließen. Möglicherweise hat die Verbesserung der Bildschirme gegenüber der ersten Generation dazu geführt, dass sich bedenkliche Ergebnisse der ersten epidemiologischen Studien später nicht bestätigten.

Heute wird vor allem die Wirkung schwacher modulierter Felder auf den Hormonhaushalt, den Biorhythmus, das Immunsystem sowie auf Verhalten und Psyche diskutiert. Symptome wie frühzeitige Ermüdung, Depressionen, Schlafprobleme und erhöhte Reizbarkeit, die als Folge von Bildschirmarbeit allgemein anerkannt sind, zeigen Parallelen zu Auswirkungen eines veränderten Melatoninspiegels.
Nach Erkenntnissen der schwedischen FEB-Association, die sich mit den möglichen gesundheitlichen Folgen von Elektrosmog und Bildschirmarbeit befaßt, können folgende Symptome bei elektromagnetischer Belastung durch Bildschirmarbeit auftreten:

• unnatürliche Wärme oder ein brennendes Gefühl im Gesicht
• stechendes oder kribbelndes  Gefühl im Gesicht oder an anderen Körperstellen
• Trockenheit der oberen Atemwege oder der Augen
• Konzentrationsprobleme,  Schwindel  und  Gedächtnisschwäche
• ohne Infektion geschwollene Schleimhäute in Nase, Rachen, Ohr und Nebenhöhlen
• Kopfschmerzen und Übelkeit
• Zahn- und Kieferschmerzen
• Gelenk- und Muskelschmerzen
• Herzklopfen
• Koordinationsprobleme
• ständiges Gefühl einer beginnenden Grippe
Stärkere Magnetfelder lassen das Bild bei Bildschirmen mit Kathodenstrahlröhre (CRT-Bildschirm) je nach Frequenz flimmern oder wackeln. Mit flimmerndem Bildschirm ist zu rechnen neben Traforäumen (bis ca. 5 Meter Abstand), in unmittelbarer Nähe von Hochspannungsleitungen oder falls sich das Büro im Souterrain befindet und vor dem Gebäude hoch belastete Stromversorgungsleitungen in der Erde verlegt sind. In der Nähe von elektrifizierten Bahntrassen (bis ca. 100 Meter Abstand) kann das Bild, bedingt durch die niedrige Frequenz des Bahnstromes (16,7 Hz), zeitweise oder permanent wackeln und flackern.
Wo ein Computerbildschirm aufgrund äußerer Magnetfelder flimmert (ab einer magnetischen Induktion von ca. 500 nT), sollten sich Personen nicht dauernd aufhalten. Flachbildschirme (LCD-Bildschirme) reagieren nicht auf äußere Magnetfelder und zeigen daher erhöhte Felder nicht an.