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Veranstaltungen

Aktuelle Termine

Praxisworkshop „Mieterstrom genossenschaftlich organisieren!“

Donnerstag, 07. November 2019, 10:00-17:00 Uhr
Wissenschaftsladen (WILA) Bonn, Reuterstraße 157, 53113 Bonn

Die gemeinschaftliche Selbsthilfe in der Rechtsform der Genossenschaft erlebt aktuell eine Renaissance. Energiegenossenschaften sind gekennzeichnet durch ihre demokratischen Strukturen und die konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Mitglieder (Förderprinzip). In dem Seminar werden die wichtigsten Anforderungen an die Umsetzung von Mieterstromprojekten durch Energiegenossenschaften und Bürgerenergieorganisationen mit Realisierungshilfen und –werkzeugen vermittelt.

Der Workshop richtet sich an Verantwortliche aus bestehenden Energiegenossenschaften, die sich neue Geschäftsfelder erschließen wollen, Initiativgruppen für Neugründungen sowie bundesweit Mitglieder von Organisationen und Verbänden, die die dezentrale Energiewende mit Bürgerbeteiligung voranbringen wollen, Energieberater/innen und Energiebeauftragte von Kommunen.

Das eintägige Seminar wird gefördert aus Projektmitteln des Umweltbundesamts. Es werden keine Tagungsgebühren erhoben.

Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 0228 20161-0

Anmeldeschluss: 30. Oktober 2019

Tagungsprogramm

 Vergangene Termine

Transfer-Workshop "Unternehmensmitbestimmung in Genossenschaften: Zwischen Postdemokratie und Solidarität"

Donnerstag, 1. März 2018, 11.00 – 16.30 Uhr
Universität Erlangen-Nürnberg, Lange Gasse 20, Nürnberg

In Zeiten von Shareholder-Value-Maximierung und übertriebener Renditeorientierung geraten Genossenschaften als alternative Unternehmensformen wieder stärker ins Blickfeld. So verfolgen Genossenschaften im Kern einen wirtschaftsdemokratischen Ansatz, der darin besteht, wirtschaftliche Entscheidungsprozesse unter maßgeblicher Beteiligung der Mitglieder demokratisch zu gestalten.

Der Workshop präsentierte Ergebnisse einer explorativen Studie, die Herbert Klemisch und Moritz Boddenberg vom WILA Bonn für die Hans Böckler Stiftung durchgeführt haben. Ziel der Studie war es, das Verhältnis von Unternehmensmitbestimmung, genossenschaftlicher Demokratie und Solidarität zu bestimmen und der Frage nachzugehen, was Genossenschaften anders machen. Das Sampling umfasste sechs von neun Genossenschaften, die unter das Mitbestimmungsgesetz von 1976 fallen.

Die Umsetzung der Prinzipien von Demokratie und Solidarität steht im Moment vor der Herausforderung, den zentralen Interessenkonflikt zwischen Mitgliedern und Beschäftigten auszubalancieren. Hierzu wurde im Rahmen des Workshops auch das Konzept der Belegschaftsgenossenschaft sowie eine Studie zu den Partizipationsmöglichkeiten in Genossenschaften vorgestellt und diskutiert.

Bericht von der Tagung "Unternehmensmitbestimmung in Genossenschaften"

Tagungsprogramm

Fachforum "Mitarbeiterkapitalbeteiligung in Unternehmen – auf dem Weg zu einer Gesellschaft von Teilhabern?"

Dienstag, 20.06.2017, ab 11 Uhr
Berlin, Neue Mälzerei, Friedenstr. 91

Die Beteiligung der Beschäftigten am Unternehmenskapital fristet heute ein Schattendasein in der politischen Diskussion. Dies obwohl besonders in Fällen der Unternehmensnachfolge Arbeitsplätze und Karrieren auf dem Spiel stehen. Diese Situation ist besonders häufig in klein- und mittelständischen Unternehmen, also im Handwerk und bei Familienunternehmen anzutreffen. Formen der Mitarbeiterbeteiligung wie Genossenschaften können das Know-how in den Unternehmen erhalten und damit helfen, Arbeitsplätze zu sichern. Dr. Herbert Klemisch vom Wissenschaftsladen Bonn hält hierzu auf dem Fachforum das Einstiegreferat mit dem Titel "Relevanz, Potenziale und Probleme der Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen, Handwerk und KMU". Die Tagung wird gemeinsam durchgeführt mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Hans-Böckler-Stiftung und dem Bundesverein zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e.V.

Forumsbeitrag von Dr. Herbert Klemisch (WILA Bonn)

Vorträge des Fachforums Mitarbeiterkapitalbeteiligung (Menüpunkt "Arbeitskreis Mittelstand")

Symposium "Partizipation in Genossenschaften"

Freitag, 28.04.2017
TU Chemnitz, Altes Heizhaus

Selbstverständnis – Zwang – Fassade: Was bedeuten Demokratie, Partizipation und Mitbestimmung in Genossenschaften heute? Wie wird die Partizipation von Mitgliedern und Mitarbeitern gelebt und gestaltet? Das sind die Fragen, denen die Teilnehmenden auf dem von Hans Böckler-Stiftung und TU Chemnitz nachgehen. Über "(Post)Demokratie und Unternehmensbmitbestimmung in Genossenschaften" referiert Dr. Herbert Klemisch vom Wissenschaftsladen Bonn.

Tagungsprogramm des Symposiums Partizipation in Genossenschaften

Internationale Genossenschaftstagung

Mittwoch bis Freitag, 14.09 bis 16.09.2016
Luzern (Schweiz)

Gleich mit drei Vorträgen ist der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn bei der 18. Internationalen Genossenschaftstagung vertreten. Dr. Herbert Klemisch und Moritz Boddenberg präsentieren bei der Tagung Forschungsergebnisse zu den Themen „Unternehmensmitbestimmung in Genossenschaften“ und „Das Identitätsprinzip als Charakteristikum von Energiegenossenschaften als Prosumentenorganisation“. Zudem hält Dr. Herbert Klemisch gemeinsam mit Walter Vogt (IG Metall) einen Vortrag zum Thema „Beschäftigungssicherung durch Produktivgenossenschaften“. Die genannten Vorträge finden alle am zweiten Tag der Tagung statt.

Programm Internationale Genossenschaftstagung

Energiegenossenschaften als Vorreiter der Prosumer-Idee
Diskussion Plenum

77 Teilnehmende diskutierten vom 3. bis 5. Juli 2015 in der Evangelischen Akademie Loccum intensiv über die Umsetzung der Prosumenten-Idee in und mit Bürgerenergiegenossenschaften. Vorgestellt wurden zukunftsweisende Ansätze aus der Praxis und ihre konzeptionelle und typologische Einordnung. Besonderen Raum in der Diskussion nahmen die politischen, finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen zur Ermöglichung des Prosumeransatzes ein sowie praxisrelevante Schritte, wie sich durch Vernetzung, Kooperation, Qualifizierung und den Aufbau von Unterstützungsstrukturen das energiegenossenschaftliche Prosumer-Modell verbreiten lässt.

Dr. Herbert Klemisch vom Wissenschaftsladen Bonn (WILA Bonn), einem Mitveranstalter der Tagung, referierte zum Thema „Vernetzungsstrukturen von Energiegenossenschaften“ und gab einen ersten Input, wie die lokale Energiewende durch überregionale Kooperation stabilisiert werden kann.

„Bürgerenergie und ihre genossenschaftliche Umsetzung hat ihre Stärke im Bereich der dezentralen regionalen Entwicklung. Dies kann z. B. in der Form der Vernetzung mit einem regionalen Wirtschaftscluster geschehen. Hier sind enge Kooperationen mit Kreis- und Kommunalverwaltungen sowie örtlichen Wohnungsgesellschaften und Stadtwerken erforderlich. Nützlich sei es, Fördermittel für Projekte und für die Region zu erschließen. Hierzu kann die Vernetzung mit Hochschulen in der Region oder mit dem Forschungsnetzwerk Energiegenossenschaften nützlich sein“, so Herbert Klemisch in seinem Beitrag.

Dabei sieht er sich im Konsens mit vielen Praktikern aus den Bürgerenergiegenossenschaften. Dies kommt in einem für die aktuelle Entwicklung typischen Statement von Ramon Kempt, Vorstand der Kölner Energiegewinner eG zum Ausdruck: „Unsere Genossenschaft - die Energiegewinner eG - gibt es nun schon seit fast 5 Jahren. In dieser Zeit haben wir uns zwar gut entwickelt, aber kein einziges Mal mit einer anderen Genossenschaft wirklich kooperiert oder gar gemeinsame Projekte realisiert. Das wollen wir JETZT ändern. Alle aktuellen Entwicklungen haben nämlich Eines gemeinsam: Die größeren Akteure werden begünstigt und die kleinen (wir) werden zu Zuschauern der Energiewende, es sei denn, die "Kleinen" treten gemeinsam auf und machen sich groß“ (Mail vom 30.05.2015 an das Promotorennetzwerk Energiegenossenschaften).

Programm der Tagung Energiegenossenschaften

Tagungsbeitrag von Dr. Herbert Klemisch (WILA Bonn)

Weitere Tagungsbeiträge, u. a. von Ramon Kempt

Produktivgenossenschaften und Unternehmensnachfolge
Genossenschaften Expertengespräch

Der WILA Bonn war Mitveranstalter eines Expertengesprächs zum Thema „Produktivgenossenschaften und Unternehmensnachfolge“, das im März 2015 stattgefunden hat. In Deutschland bisher häufig vernachlässigt, bietet die Unternehmensform der Produktivgenossenschaft sowohl bei der Unternehmensnachfolge als auch im Fall der Insolvenz gute Chancen, ein Unternehmen mit den Kompetenzen der Beschäftigten weiterzuführen.

Von Unternehmensnachfolge sind jedes Jahr etwa 70.000 Unternehmen in Deutschland betroffen. Zunehmende Beachtung bei der Nachfolgeproblematik findet der Unternehmensverkauf an die Beschäftigten. Hinzu kommen jedes Jahr über 25.000 Insolvenzen. Auch hier spielen Belegschaftsinitiativen zur Übernahme des Unternehmens durch die Beschäftigten eine Rolle. Dieser Zusammenhang wurde von Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutiert. Neben dem WILA Bonn wurde das Expertengespräch vom Bayern Forum der Friedrich-Ebert-Stiftung, dem Bundesvorstand der IG Metall und dem Forschungsinstitut für Genossenschaftswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg organisiert.

Summary der Tagung

Vorträge der Tagung

Klemisch, Herbert / Reichel, Richard / Vogt, Walter / Voigt, Kai-Ingo (2014): Produktivgenossenschaften und selbstverwaltete Unternehmen – eine Alternative bei Unternehmenskrisen und Unternehmensnachfolgen.In: ZfgG Sonderheft 2014, S. 1 – 20.

Ansprechpartner

Dr. Herbert Klemisch
Tel: (0228) 201 61-19
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