Menü öffnen

Menschen zum Handeln bewegen

Um gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen, sind Wissenschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam gefordert. Der WILA Bonn bringt beide Seiten zusammen.

Was wir tun

Unsere Portale

Logo Wila Bildungszentrum


Logo Wila Arbeitsmarkt


Infodienste WILA Arbeitsmarkt

Die Ausgangssituation

Wer sich z. B. als Geograph/in oder Ingenieur/in im Umweltschutz beruflich engagieren möchte, hat oft ein Problem: Weder die Arbeitsagentur noch die Jobbörsen im Internet weisen Berufe nach diesem Kriterien aus. Geisteswissenschaftler/innen dagegen haben oft viele Fähigkeiten, wissen aber nicht, welche Tätigkeitsfelder ihnen offen stehen. Denn Unternehmen, Verwaltungen oder Organisationen suchen häufig nicht explizit Fachkräfte mit akademischem Abschluss in Geschichte oder Romanistik, sondern eine Fachkraft mit bestimmten Qualifikationen. Auch hier hilft die Suchmaschine meistens nicht.

Die gesellschaftliche Herausforderung

Wie kann es gelingen, sowohl Geisteswissenschaftler/innen als auch Menschen, die im Umweltschutz arbeiten möchten, Berufsmöglichkeiten oder gar neue Berufsfelder zu eröffnen?

Das Projekt

Seit Mitte der neunziger Jahre gibt der WILA Bonn wöchentlich zwei Informationsdienste heraus: WILA Arbeitsmarkt für Berufe in Bildung Kultur und Sozialwesen sowie WILA Arbeitsmarkt für Umwelt und Natur. Ziel beider Publikationen: den Leser/innen berufliche Orientierung zu geben, ihnen ein Übersicht anzubieten, welche Berufsfelder und Tätigkeiten ihnen mit ihren Qualifikationen offen stehen bzw. welche Fähigkeiten sie erwerben müssen, wenn sie in möglicherweise etwas anders gelagerte Berufe möchten.

Methoden und Instrumente

Wöchentlich wertet der WILA Bonn die Stellenangebote aus mehr als 90 Tageszeitungen, über 50 Fachzeitschriften und mehr als 100 Internet-Portalen aus – auf Stellenangebote einerseits im Bereich Umweltschutz, andererseits für Geisteswissenschaftler/innen. Diese werden nach Berufsfeldern
zusammengestellt. Außerdem informiert der WILA Bonn in seinen Heften über aktuelle und künftige Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, z. B. welche Jobs sich im Bereich Nachhaltigkeit auftun und welche Qualifikationen dafür erforderlich sind.

Durch die wöchentlichen Stellenauswertungen verfügt der WILA Bonn über eine Datengrundlage, die immer wieder für Arbeitsmarktanalysen genutzt wird. So untersuchte der WILA u.a. für das Bundesumweltministerium und die Deutsche Bundestiftung Umwelt, welche Qualifikationen auf dem Arbeitsmarkt für erneuerbare Energien gesucht werden und wie sich die Berufsbilder entwickeln. Eine Analyse zu den beruflichen Möglichkeiten und Perspektiven von Sozialwissenschaftler/innen bildete die Grundlage für Berufsinformationen der Bundesagentur für Arbeit.

Zur Webeite des WILA Arbeitsmarkt

Prozessentwicklung „Nachhaltiges Flächenmanagement“

Die Ausgangssituation

Der Flächenverbrauch in Deutschland steigt stetig – und das, obwohl sinkende Bevölkerungszahlen eine rückläufige Siedlungsentwicklung erwarten lassen würden. Bis zum Jahr 2020 will die Bundesregierung den Flächenverbrauch auf maximal 30 Hektar pro Tag verringern. Doch die Entscheidungen, wie Flächen tatsächlich genutzt werden, wird auf lokaler Ebene, wobei sich Städte und Kreise i.d.R. nicht untereinander abstimmen.

Die gesellschaftliche Herausforderung

Nur ein gemeinsames und koordiniertes Vorgehen verschiedener Verwaltungsebenen kann die rapide Abnahme der biologischen Vielfalt in Deutschland stoppen und die natürlichen Bodenfunktionen bewahren.

Das Projekt (2012 – 2013)

Der WILA Bonn entwickelte mit dem Kreis Borken und vier seiner Kommunen ein nachhaltiges Flächenmanagementsystem – das erste Mal in Deutschland, dass verschiedene Verwaltungsebenen ihre Flächennutzung koordinierten. Systematisch einbezogen wurden dabei Akteursgruppen z. B.
aus Politik, Landwirtschaft, Wirtschaft, Umweltschutz. Der Entwicklungsprozess und das entstandene Flächenmanagementsystem sind Modell für Regionen, die ebenfalls eine nachhaltige Entwicklung anstreben.

Methoden und Instrumente

Unter der Projektleitung des WILA Bonn wurden gemeinsam mit der LAG 21 NRW als Projektpartner Strukturen zwischen dem Kreis und den teilnehmenden Städten und Gemeinden aufgebaut, SWOT-Analysen zu Stärken und Schwächen durchgeführt und in einem Beteiligungsprozess Maßnahmen und Indikatoren entwickelt. Auf deren Basis können Politik und Verwaltung unter systematischer
Einbeziehung der verschiedenen Akteursgruppen nun Entscheidungen treffen, die kurz-, mittel- und langfristig die Zukunft der Region sichern.

Projektförderung

Umweltministerium NRW

Mehr Informationen zum Projekt "Nachhaltiges Flächenmanagement"

Fortbildung „Globales Lernen in der KiTa“

Die Ausgangssituation

Nicht erst seit den Ergebnissen der PISA-Studien werden die Lehrpläne der KiTas und Schulen immer voller. Hinzu kommt, dass der Alltag zunehmend komplexer und die Lebensweisen vielfältiger werden.

Die gesellschaftlichen Herausforderungen

In einer Zeit, in der Wissen schnell überholt ist, ist es nachhaltiger, Kernkompetenzen zu fördern: Kinder sollten daher zum Fragen, Forschen und Entdecken motiviert werden – die Grundfähigkeiten, um sich immer neue Wissensfelder anzueignen. Bildung für nachhaltige Entwicklung und globales
Lernen sind die konzeptionelle Basis dafür.

Die Projekte (2012 – 2016)

Mithilfe praxisbezogener Fortbildungen erfahren Erzieher/innen, wie sie Kindern weltweite Zusammenhänge anschaulich nahe bringen können. Dabei geht es nicht so sehr darum, den Kindern viel Wissen zu vermitteln, sondern sie vor allem zu forschendem Lernen zu ermutigen, ihnen Weltoffenheit und Empathie für die Eine Welt zu vermitteln.

Methoden und Instrumente

Themen der dreiteiligen Fortbildungen für Erzieher/innen sind u. a. das Leben in verschiedenen Ländern, die Bedeutung von Wasser, Boden, Sonne, Klima, Kleidung und Spielzeug weltweit. Das Projekt greift das kindliche Interesse an globalen Zusammenhängen auf und erarbeitet praxisnah
vielfältige Themenschwerpunkte und Materialien für die Kindertagesstätten. Während der Projektphase unterstützt der WILA Bonn die Erzieher/innen bei ihrer Arbeit in der KiTa.

Projektförderung

Förderprogramm Entwicklungspolitische Bildung (FEB), Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW, Brot für die Welt/EED, EpIB, katholischer Fonds.

Weitere Informationen zum Projekt "KITA GLOBAL" (2012-2013)

Weitere Informationen zu den Teamfortbildungen "KITA GLOBAL" (2014)

Weitere Informationen zum Projekt "Mit Kinderaugen um die Welt" (2015-2016)

Toolbox Research and Innovation (RRI)

Die Ausgangssituation

Wie soll man mit Risikotechnologien wie z.B. der Kernkraft umgehen? Sollen Pflanzen gentechnisch verändert werden? Wo ist Datenschutz wichtiger als der Wunsch nach Datenverfügbarkeit? Nur einige Felder, bei denen erfolgreiche Forschung über das Wohlergehen weltweit entscheidet. Und wo gleichzeitig wichtig ist, dass Forschung nicht losgelöst von Werten, Bedürfnissen und Erwartungen der Gesellschaft stattfindet.

Die gesellschaftliche Herausforderung

Forschung sollte verantwortungsbewusst geschehen, sich an Werten orientieren und alle wichtigen Akteure der „Forschungs- und Innovations-Wertschöpfungskette“ einbeziehen: z.B. aus der Wissenschaft, der Industrie, der Zivilgesellschaft, der Bildung.

Das Projekt (Laufzeit: 2014 – 2016)

Der Wissenschaftsladen Bonn ist der deutsche Projektpartner im EU-Projekt „Responsible Research and Innovation (RRI) Tools“. Ziel des 7-Millionen-Euro-Projekts, an dem Institutionen aus 30 Ländern teilnehmen: Ein europaweit akzeptiertes Verständnis zu erarbeiten, was verantwortungsbewusste Forschung und Innovation ausmacht und Wege zu identifizieren, mit denen man eine solche verantwortungsbewusste Forschung realisieren kann.

Methoden und Instrumente

Im  RRI  Tools-Projekt  wird  eine  innovative  und  kreative Sammlung von Instrumenten entwickelt, die sowohl praktische digitale Ressourcen als auch Aktionen zur Sensibilisierung, Ausbildung, Verbreitung und Umsetzung der RRI-Ziele beinhalten.

Projektförderung

7. EU-Forschungsrahmenprogramm

Mehr Infos zum Projekt

Serious Game für Mädchen

Die Ausgangssituation

In den erneuerbaren Energien fehlen Fachkräfte, insbesondere weibliche – eine spürbare Bremse für die Entwicklung des Zukunftsmarktes. Kann man junge Frauen erfolgreich motivieren, Berufe in diesem Bereich zu ergreifen? Ein Argument spricht dafür, dass die Erneuerbaren für Frauen attraktiver sind als andere ingenieurwissenschaftlich geprägte Arbeitsfelder: Entscheidend für die Berufswahl von Frauen ist – anders als bei Männern – oftmals die Frage, ob die Tätigkeit gesellschaftlich sinnvoll ist. Da können die erneuerbaren Energien punkten.

Die gesellschaftliche Herausforderung

Noch sind die Berufsbilder in den erneuerbaren Energien und die Anforderungen, die die Tätigkeiten stellen, häufig unklar. Wer junge Frauen dazu bewegen will, beruflich auf die erneuerbaren Energien zu setzen, muss daher sicherlich fachlich informieren. Ebenso wichtig ist aber auch, Mädchen da ansprechen, wo sie zu motivieren sind: bei der „Sinnfrage“.

Das Projekt (Laufzeit: 2015 – 2017)

Spielerisch über Berufe der Erneuerbaren Energien informieren – das ist Serena. Das Serious Game richtet sich ab Januar 2015 an Mädchen der 8. und 9. Klasse. Ein Serious Game ist ein Computerspiel, mit dem man auf spielerische Weise Wissen und Kompetenzen erwerben kann. Entwickelt wird mit Serena ein Computerspiel, das informiert, motiviert und unterhaltsam ist. Das Projekt soll zeigen, ob ein solches Computerspiel einen wichtigen Beitrag dazu leisten kann, Mädchen zur Wahl eines Berufs in den ingenieurwissenschaftlich geprägten erneuerbaren Energien zu motivieren.

Methoden und Instrumente

Was sind entscheidende Kriterien der Berufswahl von Mädchen? Wo können die erneuerbaren Energien punkten? Welche „typisch“ weiblichen Fähigkeiten sind in der Branche gefragt? In dem knapp dreijährigen Projekt entwickelt der Wissenschaftsladen Bonn gemeinsam mit Berufspädagogen und Instruktionspsychologinnen der Technischen Universität Dresden und dem Game Studio the Good Evil ein Serious Game für 13- bis 15-jährige Mädchen. Das Serena-Spiel soll so gestaltet werden, dass junge Frauen sich auf spielerische Weise mit den zukunftsfähigen Tätigkeitsfeldern der Erneuerbare-Energien-Branche auseinanderzusetzen und dabei typische Anforderungen technischer Ausbildungsberufe meistern. Darüber hinaus soll ihr Interesse und die Neugierde für dieses Berufsfeld geweckt und durch implementierte Feedbackstrategien das Vertrauen in ihre technischen Fähigkeiten gestärkt werden.
Um die relevanten Berufe und Themen für das Serious Game zu identifizieren und entsprechende Spielsituationen zu erstellen, werden sowohl das Arbeitsmarktgeschehen als auch die curricularen Anforderungen sowie typische und interessante Arbeitssituationen und Problemstellungen ausgewählter Ausbildungsberufe analysiert und erhoben. Von Beginn an werden Schülerinnen von zwei Promotorenschulen in Neuss und Dresden sowie engagierte junge Gamerinnen in die Spielentwicklung mit einbezogen und ihre Interessen, Vorlieben und Kompetenzen erhoben. Im Projektverlauf wird das Spiel in verschiedenen Stadien getestet und evaluiert.

Projektförderung

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Zur Webseite des Projekts

Planspiele für Jugendliche

Die Ausgangssituation

Fast 70 Prozent der Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren haben ein starkes Bewusstsein für Umweltprobleme und Nachhaltigkeitsfragen. Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Studie „Nachhaltigkeitsbarometer – was bewegt die Jugend?“ von Greenpeace und der Leuphana Universität
Lüneburg.

Die gesellschaftliche Herausforderung

Viele Jugendliche wissen nicht, welche Interessen in der Umweltpolitik im Spiel sind und wie Entscheidungen bzgl. des Klimawandels, des Flächenverbrauchs oder der Nutzung des Waldes getroffen werden. Dieses Wissen aber ist erforderlich, um die Interessen der jungen Generation adäquat vertreten zu können.

Die Projekte

Die Planspiele des WILA Bonn zielen darauf ab, dass Jugendliche einen halben Tag lang in die Rolle von verschiedenen Interessenvertretern, etwa Politikern, Umweltschützern, Wirtschaftsvertretern schlüpfen. Zugrunde gelegt werden jeweils Szenarien, die der Wirklichkeit abgeguckt sind, aber soweit vereinfacht sind, dass sich die Teilnehmenden nicht in Details verlieren: Soll etwa der neue Medienmarkt auf die grüne Wiese oder in die Stadt? Soll ein Windpark mitten im Wald gebaut werden? Die Planspiele finden bewusst außerhalb der Schule, z. B. in Rathäusern oder in der Natur statt. Der Besuch von Fachleuten bzw. Lokalpolitikern sorgt dafür, dass die Jugendlichen erfahren, was und wie tatsächlich vor Ort, d. h. im Rahmen ihres eigenen Wirkungskreises, entschieden wird.

Methoden und Instrumente

Planspiele bieten eine gute Möglichkeit, eine ganze Gruppe von Jugendlichen aktiv in umweltpolitische Fragestellungen einzubeziehen und zu beteiligen. Ihre spielerische Form erlaubt es, die eigene, aber auch die Rolle anderer zu übernehmen und damit Grenzen im eigenen Denken und Empfinden zu überschreiten. Die Planspiele des WILA Bonn sind i.d.R. halbtägig konzipiert, für Gruppen zwischen 15 und 36 Teilnehmenden. Die Materialien sind so aufbereitet, dass Schulklassen sie auch ohne Moderation des WILA Bonn spielen
können.

Projektförderung

Die Planspiele entstanden im Rahmen verschiedener Projekte, die u. a. gefördert wurden durch den Deutschen Naturschutzpreis sowie von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und von der Stiftung für Umwelt und Entwicklung NRW.

Mehr Infos zu den Planspielen