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© Sven Schulz – Bodensee-Stiftung

Aktuelle Projekte Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel

Themenfelder:

Gewerbegebiete müssen nicht grau und trist sein, sondern können wertvolle Bestandteile grüner Städte sein. Wie eine nachhaltige Gestaltung von bestehenden Gewerbegebieten gelingen kann, erprobt der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn in einem Modellprojekt mit seinen Verbundpartnern und den Städten Frankfurt am Main, Marl und Remscheid.

In Städten ist die Anzahl an Flächen begrenzt. Unternehmen brauchen Platz zum Wirtschaften, Bürgerinnen und Bürger suchen Erholungsraum. Auch in Gewerbegebieten gibt es unterschiedliche Bedürfnisse, wie Flächen genutzt werden sollen. Das Forschungsprojekt "Grün statt Grau - Gewerbegebiete im Wandel" bindet alle relevanten Akteure bei der Planung einer potenziellen Umgestaltung von Gewerbegebieten mit ein und hat zugleich ökologische, soziale und wirtschaftliche Erwägungen im Blick. Schon kleine Maßnahmen wie die naturnahe Gestaltung von Firmenparkplätzen, die bewusste Materialwahl bei Baumaßnahmen oder die Bepflanzung von Straßen mit Grüninseln können zum Stadtklima beitragen.

Gewerbegebiete in Frankfurt, Marl und Remscheid

Die Ausgangssituationen in den Gewerbegebieten Seckbach / Fechenheim-Nord (Frankfurt), Lenkerbeck (Marl) und Großhülsberg (Remscheid) sind ganze unterschiedlich:

  • Das Gewerbegebiet Seckbach / Fechenheim-Nord befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Frankfurter Grüngürtel und ist gut an den Verkehr angebunden. Im Rahmen des Projekts wird vor allem beleuchtet, wie das Gewerbebiet durch landschaftsplanerische und städtebauliche Maßnahmen das Stadtklima positiv beeinflussen kann.
  • Das Gewerbegebiet Lenkerbeck liegt zwischen einem Wohngebiet im Süden und einem Erholungsgebiet im Norden. Rudimentär ist noch münsterländische Kulturlandschaft vorhanden. Das Gewerbegebiet soll im Rahmen des Projekts unter Einbeziehung aller Interessen und Wünsche weiterentwickelt und mit den benachbarten Gebieten verbunden werden.
  • Das Gewerbegebiet Großhülsberg grenzt ebenfalls an ein Wohngebiet und ist verkehrsgünstig gelegen. Hier stehen im Rahmen des Projekts die Optimierung der Umgebungseinbindung und die Frage nach energetischen Einsparmöglichkeiten im Vordergrund.

Modell für die Gewerbegebietsentwicklung anderer Städte

Wissenschaftliche Verbundpartner in dem Modellprojekt sind die Technische Universität Darmstadt und die Universität Osnabrück sowie der Global Nature Fund (GNF). Die kommunalen Partner sorgen dafür, dass Unternehmen, Verwaltung sowie Zivilgesellschaft in die Entwicklung der Gewerbegebiete einbezogen werden. Der WILA Bonn verknüpft die Projektpartner und ihre Aufgaben miteinander. In diesem Zusammenhang geht es auch darum, Wissen aus anderen Projekten – zum Beispiel dem mehrfach ausgezeichneten Projekt „Natur in graue Zonen“ – zur Verfügung zu stellen. Umgekehrt unterstützt der WILA Bonn Aktivitäten, über die Erfahrungen aus „Gewerbegebiete im Wandel“ auch über die Projektpartner hinaus bekannt werden und die Handlungskonzepte in andere Städte übertragen werden können.

Flyer: Grün statt Grau - Gewerbegebiete im Wandel

 

Förderer

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