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Foto: WILA Bonn

Aktuelle Projekte Treffpunkt Vielfalt – PikoPark

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Ein kleiner Spaziergang, den Duft von Blumen genießen, Natur erleben: Naturnah gestaltete Flächen können in unseren Städten maßgeblich zur Lebensqualität beitragen. Wohnungsnah gelegen fördern sie nicht nur die biologische Vielfalt, sondern bringen den Anwohnerinnen und Anwohnern auch Natur direkt vor die Haustür. Das bundesweite Pilotprojekt „Treffpunkt Vielfalt – PikoPark“ gestaltet gemeinsam mit Wohnungsunternehmen, deren Mieterinnen und Mietern fünf gleichnamige Parks – mit Mehrwert für Menschen, Pflanzen und Tiere. Als Erholungs- und Begegnungsorte in städtischen Wohnquartieren tun sie dem sozialen Miteinander gut, helfen bei der Klimaanpassung und fördern die Artenvielfalt.

Wohnungsunternehmen können auf den von ihnen verwalteten Flächen maßgeblich dazu beitragen, die städtische Lebens- und Wohnqualität zu verbessern. Grüne Einheitsflächen in blühende und attraktiv gestaltete Außenflächen zu verwandeln und sie nach ökologischen Gesichtspunkten zu pflegen, ist das Anliegen des Verbundprojektes „Treffpunkt Vielfalt“, das der WILA Bonn zusammen mit der Berliner Stiftung Mensch und Umwelt durchführt. In dem Teilprojekt „Treffpunkt Vielfalt – PikoPark“ entstehen Modellflächen für kleine, naturnah gestaltete Parks. Kooperierende Wohnungsunternehmen stellen hierfür jeweils eine Fläche von ca. 300 Quadratmetern zur Verfügung. Neben der Förderung der biologischen Vielfalt stehen in dem Teilprojekt das Wohlbefinden der Mieterinnen und Mieter und ihre aktive Beteiligung im Vordergrund.

Schmetterlinge, Bienen und Vögel schützen

In Erfurt, Dortmund und Bonn werden die ersten  PikoParks entstehen. Weitere Städte sollen folgen. Mieterinnen und Mieter sowie Anwohnerinnen und Anwohner sind eingeladen, an der Entstehung des kleinen Parks in ihrem Wohnquartier mitzuwirken. Sie bekommen keine vollendete Planung vorgesetzt, sondern können sich bei der Planung, Gestaltung und Pflege der Fläche aktiv einbringen. Unter fachlicher Leitung wird über zwei bis drei Jahre gemeinsam geplant, gestaltet und gepflegt. Mitmachaktionen laden dazu ein, altbekannte oder neue Nachbarn zu treffen und mehr über die heimische Natur zu erfahren.

Schmetterlinge, Bienen und Vögel finden in exotischen und hochgezüchteten Pflanzen wie zum Beispiel Thuja oder Forsythien nicht das, was sie zum Leben brauchen. Heimische Bäume, Sträucher und Blumen, wie Eberesche, Wacholder oder Wildrose dagegen versorgen Tiere mit nahrhaften Beeren, Blütennektar und Lebensraum. Sie stärken die Vielfalt der standorttypischen Natur. In Workshops, bei Mitmachaktionen und bei Festen erfahren und erleben die Beteiligten hautnah, was „naturnahe Gestaltung“ bedeutet.

Pilotprojekt für mehr PikoParks

In einem praxisorientierten Handlungsleitfaden werden die Ergebnisse des Verbundprojektes am Ende zusammengeführt. Der Wunsch ist, dass die Idee begeistert und zur Nachahmung anregt. Wohnungsunternehmen, Mieterinnen und Mieter, Gartenbaubetriebe und weitere Interessierte finden dort konkrete Hilfestellungen zur Gestaltung naturnaher Flächen in Wohnquartieren. Neben den Beispielflächen für PikoParks finden Sie hier auch die Erfahrungen aus den Beteiligungs- und Umsetzungsprozessen mit den Anwohnerinnen und Anwohnern vor Ort.

Verbundpartner:

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Förderer:

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Gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.