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Menschen zum Handeln bewegen

Um gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen, sind Wissenschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam gefordert. Der WILA Bonn bringt beide Seiten zusammen.

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Unsere Methoden – ein Ausschnitt

Erreicht man Jugendliche eher mit einem Planspiel, einer Online-Debatte oder einem Computerspiel? Kommt man bei einer Prozessmoderation besser mit der Open-Space-Methode oder der Fish-Bowl-Methode zum Ziel? Der Wissenschaftsladen Bonn wählt und entwickelt je nach Zielgruppe und Themenfeld geeignete Methoden, mit denen wir Menschen bilden und zum Handeln motivieren können.

Ein Überblick über Methoden aus verschiedenen Projekten zeigt, auf welche Weise und wie vielfältig der WILA Bonn arbeitet:

Ausstellung

Ausstellungen bieten die Chance, Menschen Themen und Fragen buchstäblich vor Augen zu führen und damit zu Diskussionen zu motivieren. SPARKS heißt das EU-Projekt, bei dem der WILA Bonn Besucherinnen und Besucher einlädt, sich mit dem Thema "Verantwortungsvolle Forschung und Innovation in der heutigen Wissenschaft" in der Ausstellung und bei Diskussionsveranstaltungen auseinander zu setzen. Ein Thema, das trocken wirkt, aber in der Ausstellung anhand von Fallbeispielen aus verschiedenen Ländern veranschaulicht, warum es so wichtig ist, dass Werte, Risikoeinschätzungen und Visionen der Zivilgesellschaft ein fester Bestandteil der Forschung werden.

Mehr zur SPARKS-Ausstellung

Kampagne

Wen muss man ansprechen, wenn man Menschen zum Handeln motivieren will? Welches Wissen sollte man vermitteln und mit welchen Methoden? Welche Anreize kann man setzen, welche Strukturen installieren, um nachhaltige Erfolge zu erzielen? Die Entsiegelung von Gewerbe-Flächen und ihre naturnahe Begrünung  das ist das Thema der dreijährigen Kampagne "Natur in graue Zonen". Ziele des WILA in diesem Projekt: Mobilisierung und Wissenstransfer, die praktische Umsetzung vor Ort und die Verstetigung.

Mehr zur Kampagne Natur in graue Zonen

Multiplikatorenfortbildung

Um spezielle Zielgruppen wie Kinder, Jugendliche oder z.B. Studierende für ein Thema zu sensibilisieren, ist es häufig am effektivsten, nicht die Zielgruppe direkt, sondern so genannte Multiplikatoren anzusprechen: Pädagog/innen in KiTas und Schulen, Berufsberatungsstellen, Verbände. Mit mehrteiligen Fortbildungsveranstaltungen bringt der WILA Bonn z.B. Erzieher/innen die Aspekte der Bildung für nachhaltige Entwicklung, das Philosophieren mit Kindern oder auch Globales Lernen nahe. Speziell mit Erzieher/innen entwickeltes Bildungsmaterial unterstützt die Umsetzung vor Ort.

Mehr zu Multiplikatorenfortbildungen in KiTas

Online-Debatte

Wie können sich Bürger/innen und Wissenschaftler/innen auf Augenhöhe austauschen? Online-Debatte bieten dazu die Möglichkeit. Vor Ort diskutieren die Teilnehmenden aus Wissenschaft und Zivilgeselschaft in Workshops jeweils ein Thema. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit für Interessierte, sich während und nach der Veranstaltung online in die Debatte einzubringen. Online-Debatten als Beteiligungsinstrument wurden im EU-Projekt PERARES erprobt. Die Debatten befassten sich mit Themen, in denen man sich  wie z.B. bei der Nanotechnologie  von der Wissenschaft große Fortschritte erhofft, gleichzeitig aber Werte und Risikoeinschätzungen aus der Zivilgesellschaft eine wichtige Rolle spielen.

Mehr zu Online-Debatten im PERARES-Projekt

Online-Kompetenzcheck

Bin ich für einen Beruf geeignet oder nicht? Welche Qualifikationen müsste ich erweitern? Und geht es in dem Beruf um das, was ich mir vorgestellt habe und was mir Spaß macht? Auf diese Fragen antworten Online-Kompetenzchecks wie TasteEE, den der WILA Bonn für die Berufsorientierung im Bereich Erneuerbare Energien entwickelt hat. Der Online-Check gibt Jugendlichen Infos über die Anforderungen und Berufsinhalte in Berufen der Erneuerbaren Energien, aber auch stets ein individuelles Feedback zu eigenen und geforderten Fähigkeiten.

Mehr über den Online-Kompetenzcheck TasteEE

Planspiel

Planspiele bilden die Wirklichkeit ab, ohne dass man sich im Detail verliert. Ihre spielerische Form erlaubt es, die eigene, aber auch die Rolle anderer zu übernehmen und damit Grenzen im eigenen Denken und Empfinden zu überschreiten.Planspiele bieten damit eine gute Möglichkeit, eine ganze Gruppe von Erwachsenen oder Jugendlichen aktiv in komplexe Fragestellungen einzubeziehen, ihren Wissenstand zum Thema zu verbessern, gleichzeitig aber auch begreifbar zu machen, wie Entscheidungen fallen. Der WILA Bonn hat mehrere Planspiele entwickelt, die mehrfach ausgezeichnet wurden, als UN-Dekade-Projekte bzw. mit dem Deutschen Naturschutzpreis: „Tatort Wald“, "Internationale Umweltpolitik hautnah", „Fläche nutzen statt verbrauchen“, „Windkraftkonflikt“ und "Planspiel Palmöl".

Mehr zu unseren aktuellen Planspielen

Prozessentwicklung und -moderation

Eine Region möchte ein nachhaltiges Flächenmanagement aufbauen. Kreis und Kommunen, deren Interessen oft auseinanderlaufen, sollen sich dafür auf Ziele, Verfahren und Strukturen einigen, die Entscheidungen über die Nutzung von Flächen dauerhaft transparent und am Ziel Nachhaltigkeit ausrichten. Im Kreis Borken hat der WILA Bonn eine solche Prozessentwicklung und -moderation geleistet. Dazu wurden zunächst Akteursgruppen identifiziert, die einbezogen werden sollten und in Workshops bzw. Zukunftswerkstätten Ziele, Strukturen und Entscheidungen getroffen.

Mehr zur Prozessentwicklung und -moderation Nachhaltiges Flächenmanagement

Radiowerkstatt

Wenn Jugendliche ein Thema ins Radio bringen, haben sie auch etwas zu sagen. Im Rahmen einer einwöchigen Sommerfreizeit beschäftigten sich Kinder in verschiedenen Städten mit ökologischen Themen, interviewten Fachleute oder auch Bürgerinnen und Bürger und verarbeiteteten ihr Wissen zu jeweils halbstündigen Radiobeiträgen, die im Bürgerfunk gesendet wurden. Angeleitet bzw. unterstützt wurden die Jugendlichen von Radioleuten und angehenden Pädagog/innen.

Mehr zur Radiowerkstatt Ressourcenschutz

Science Espresso

Ein Thema, ein/e Forscher/in, 30 Minuten – das ist die Idee hinter Science Espressos. Nach einem kurzen Impulsvortrag stehen die Fragen und Meinungen des Publikums im Mittelpunkt. Diskutiert wird, was die Zuhörerinnen und Zuhörer interessiert. Die zeitlich sehr konzentrierte Veranstaltung lebt vom personlichen Input: Eine Referentin oder ein Referent stellt einen Aspekt aus der eigenen Forschung dar und schafft damit einen Anreiz zur Diskussion. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 Meere und Ozeane veranstaltete der WILA Bonn vier Science Espressos zur Meeresforschung, drei davon als "Wissenschaftshappen" zur besten Mittagspausenzeit.

Mehr zu den Science Espressos "Meer davon"

Serious Game

Ein Serious Game ist ein Computerspiel, mit dem man auf spielerische Weise Wissen und Kompetenzen erwerben kann. Mit dem Serious Game "Serena Supergreen", das der WILA Bonn gemeinsam mit Partnern entwickelt hat, geht es darum, Jugendlichen und vor allem Mädchen Ausbildungen und Berufe im Bereich Erneuerbare Energien näher zu bringen. Um die relevanten Berufe und Themen für das Serious Game zu identifizieren und entsprechende Spielsituationen zu erstellen, wurden sowohl das Arbeitsmarktgeschehen als auch die Lehrplananforderungen sowie typische und interessante Arbeitssituationen und Problemstellungen ausgewählter Ausbildungsberufe analysiert, erhoben und wichtige Elemente daraus zu Spielsituationen "verarbeitet".

Mehr zum Serious Game "Serena Supergreen"

Szenario-Workshop

Ziel von Szenario-Workshops ist es, verschiedene Lösungen für ein spezielles Problem durchzuspielen. Ein solcher Workshop dauert häufig zwei Tage und findet mit 25 bis 30 Leuten z.B. Menschen aus Politik und Zivilgesellschaft, Interessenvertretern und Fachexperten statt. Vor dem Workshop werden verschiedene Szenarien als Vision bzw. Inspiration entwickelt. Davon ausgehend diskutieren die Teilnehmenden die verschiedenen Möglichkeiten, ihr Problem zu lösen. Szenario-Workshops wurden im Rahmen des Projekts PERARES erprobt.

Mehr zu Szenario-Workshops im Projekt PERARES

Theater

Mit Theaterspiel lassen sich vor allem Kinder gut ansprechen. Das Umwelttheater UNVERPACKT des WILA Bonn bringt Kindern im KiTa- bzw. Grundschulalter nahe, wie es sich mit Abfall, Wasser und Energie verhält und was sie selbst und ihre Eltern für den Ressourcenschutz tun können.

Mehr zum Umwelttheater UNVERPACKT

Video

Videos sprechen Jugendliche von heute weit mehr an als Bücher  insbesondere, wenn es darum geht, sich buchstäblich ein Bild ihres zukünftigen Berufes zu machen. Im Rahmen der Berufsorientierungsinitiative Energiewende schaffen geben kurze Filme einen Einblick, welche Berufe es rund um die Energiewende gibt und welche Ausbildung bzw. Qualifikationen sie erfordern.

Mehr zu den Videos im Projekt Energiewende schaffen

Wissenschaftscafé

Wissenschaftscafés laden dazu ein, dass Expert/innen und Bürger/innen an verschiedenen Tischen auf Augenhöhe diskutieren. Im Zentrum stehen keine Vorträge aus der Wissenschaft, sondern die Fragen der Laien. Profitieren sollen bei Wissenschaftscafés beide Seiten: Die Laien lernen an den verschiedenen Tischen unterschiedliche Facetten eines Themas kennen, die Wissenschaftler/innen sollen mehr über zivilgesellschaftliche Werte, Einschätzungen und Informationsbedürfnisse erfahren und diese nach Möglichkeit zum Bestandteil ihrer Forschung machen.

Mehr zu Wissenschaftscafés

Unsere Arbeitsweise

Wissenschaftler/innen, die sich in ihrer Arbeit ganz selbstverständlich den Fragen der Zivilgesellschaft annehmen – Bürger/innen, die durch neue Erkenntnisse nicht nur mehr wissen, sondern in der Lage sind, kompetent zu handeln und sich so aktiv in gesellschaftlichen und ökologischen Themenfeldern einzubringen. Das ist unsere Vision. Denn eine solche Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft und Wissenschaft ist der Schlüssel dafür, dass sich komplexe und zentrale Herausforderungen wie z.B. der Klimawandel, Flächenverbrauch oder soziale Fragen meistern lassen.

Das Konzept: Vom Bilden zum Handeln

Menschen – ob aus der Wissenschaft oder nicht – können nur „anpacken“, wenn sie genug wissen: über die inhaltlichen Zusammenhänge, aber auch über die eigenen Handlungsmöglichkeiten.

Dazu liefert der WILA Bonn in seinen Projekten und Veranstaltungen quasi Erläuterung und Handwerkszeug. Wir entwickeln Bildungsmaterialien, modellhafte Lösungen, Prozesse oder Transfermethoden: Instrumente und Materialien, die wissenschaftlich fundiert und gleichzeitig so praxisnah sind, dass zivilgesellschaftliche Gruppen und Wissenschaftler/innen sie nutzen können. Bewusst arbeiten wir transdisziplinär, d.h. mit Wissenschaftler/innen unterschiedlicher Fachrichtungen und Bürger/innen.

Wertvorstellungen und Leitideen

Der Wissenschaftsladen Bonn orientiert sich bei Projekten und Veranstaltungen an bestimmten Wertvorstellungen und Leitideen. Dazu zählen:

  • Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

  • Globales Lernen

  • Nachhaltigkeit

  • Partizipation

  • Public Engagement / Citizen Science

  • Responsible Research and Innovation (RRI)

Wissenschaftscafés und Erzählcafés

Diashow Erzaehlcafe

Wissen muss nicht unbedingt in Büchern stehen oder in einem langweiligen Vortrag vermittelt werden. Eine alternative Form sind Wissenschaftscafés und Erzählcafés.

Wissenschaftscafés laden dazu ein, dass Expert/innen und Bürger/innen an verschiedenen Tischen auf Augenhöhe diskutieren. Im Zentrum steht nicht der Vortrag aus der Wissenschaft, sondern die Fragen der Laien. Profitieren sollen bei Wissenschaftscafés am Ende beide Seiten: Die Laien lernen an den verschiedenen Tischen unterschiedliche Facetten eines Themas kennen, die Wissenschaftler/innen sollen mehr über zivilgesellschaftliche Werte, Einschätzungen und Informationsbedürfnisse erfahren und diese nach Möglichkeit zum Bestandteil ihrer Forschung machen.

Die bisher vom Wissenschaftsladen Bonn durchgeführten Wissenschaftscafés haben sich vor allem an Jugendliche gerichtet. Sie können im Rahmen der Cafés Wissenschaftler/innen verschiedener Fachrichtungen mit ihren Fragen löchern und auf Augenhöhe mit ihnen diskutieren. Die Wissenschaftler sitzen an verschiedenen Tischen, die Jugendlichen haben die Möglichkeit, sich durch Tischwechsel ihren Gesprächspartner auszuwählen. So haben Schülerinnen und Schüler drei bis vier Stunden Zeit, sich intensiv mit einem komplexen Thema zu beschäftigen.

Erprobt wurde die Form des Wissenschaftscafés als Instrument der Wissensvermittlung z.B. im Rahmen des EU-Projekts ComScience. Der Wissenschaftsladen Bonn (WILA Bonn) hat bisher Wissenschaftscafés zu folgenden Themen veranstaltet:

  • Stammzellenforschung
  • Süßes Blut: Diabetes und Übergewicht
  • Genfood: Gentechnik auf unserem Teller
  • Aufatmen - Neue Forschung zu Asthma

Auf Anfrage organisiert der WILA auch Wissenschaftscafés zu weiteren Themen – nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene.

Eine Sonderform des Wissenschaftscafé sind die Science Espressos. Sie sind kürzer und fokussierter als Wissenschaftscafés. Ein Experte / eine Expertin hält einen kurzen Impulsvortrag zu einem aktuellen Thema, das im Anschluss diskutiert wird.

Science Espressos zur Meeresforschung

Science Espressos zum Thema Gesundheit

Wissenschaftscafé zum Thema Stammzellen an der Europaschule Bornheim

 

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Daneben ist der WILA Pate des Erzählcafés „Start ins Leben“. Die Idee ist ähnlich: Zuhören, sich austauschen, voneinander lernen. Das Erzählcafé dreht sich um das Thema „Geburt“. Früher wurde das Wissen über Geburt von Großeltern und Eltern an die nächste Generation weitergegeben. Heute ist das oft anders. Um trotzdem das Gefühl von Geborgenheit zu vermitteln und so eine „Geburtskultur“ zu schaffen, bietet das Erzählcafé Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich über Erfahrungen auszutauschen und auch mit Ärzten und Hebammen ins Gespräch zu kommen.

Zur Homepage des Erzählcafés

 

Ansprechpartnerin:
Brigitte Peter
Tel. 0228 201 61-27
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