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Umweltstaatsminister Jochen Flasbarth überreicht Michaela Shields (WILA Bonn), Jörg Lummitsch (Stadt Erfurt) und Frank Mittelstädt (BürgerStiftung Erfurt) die Auszeichnung für das Projekt "Natur in graue Zonen" © BMUB/Florian Gaertner

Ausgezeichnet: „Natur in graue Zonen“ ist Jahresprojekt 2016 der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Beton und Asphalt raus, Trockenmauern, Spalierobst und naturnahes Grün rein: für mehr Lebensqualität und biologische Vielfalt in den grauen Zonen unserer Städte. Dieses Ziel verfolgt ein Modellprojekt des Wissenschaftsladen (WILA) Bonn e. V., das heute von Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth in Berlin als Jahresprojekt 2016 der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet wurde. In den Städten Duisburg, Erfurt und Wiesloch hatte die Initiative gemeinsam mit Unternehmen, Bürgerstiftungen und Gärtnern Gewerbeflächen entsiegelt und naturnah umgestaltet. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld von 1.000 Euro verbunden.

Die Jury der UN-Dekade Biologische Vielfalt würdigte vor allem die Idee, Bürgerstiftungen und Unternehmen zum gemeinsamen Handeln für mehr Grün und biologische Vielfalt in ihren Städten zusammenzubringen. Die Initiative habe gezeigt, dass es vielerorts möglich sei, innerstädtische Gewerbeflächen ohne Funktionseinbußen und zum Nutzen für die Allgemeinheit zu entsiegeln und zu grünen Oasen umzugestalten. Das Projekt sei besonders beispielhaft, zukunftsweisend und zur Nachahmung empfohlen.

Natur in graue Zonen UN Dekade BMUB Gaertner© BMUB/Florian Gaertner

Zwischen April 2013 und März 2016 hatten sich in den drei Modellstädten sowie in Rheinberg und Remscheid 30 Unternehmen an dem Projekt beteiligt. Die Umgestaltung der Flächen erfolgte unter Anleitung von Landschaftsgärtnern. Das Ziel hierbei war eine naturnahe Begrünung mit einheimischen Pflanzen, um die Artenvielfalt im urbanen Raum zu fördern.

Während die Entsiegelung von den Unternehmen selbst getragen wurde, erfolgte die Bepflanzung öffentlichkeitswirksam zusammen mit lokalen Bürgerstiftungen. An Pflanzaktionstagen konnten sich Mitarbeiter/innen der Betriebe und Bürger/innen beteiligen, Trockenmauern bauen und für einzelne Bereiche Pflanzenpatenschaften übernehmen. Um die Aktionen bekannt zu machen, hatte die Initiative in den beteiligten Städten sowie in überregionalen Wirtschaftsverbänden und Bürgerstiftungen eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit betrieben.

Das Projekt wurde mit Bundesmitteln aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt sowie über die Stiftung Lebendige Stadt und die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW gefördert.

Über die UN-Dekade Biologische Vielfalt

Mit der UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011–2020 ruft die Staatengemeinschaft die Weltöffentlichkeit auf, sich stärker für die biologische Vielfalt einzusetzen. Sie will damit die Bedeutung der Biodiversität für unser Leben und Wirtschaften bewusster machen und persönliches Handeln zum Schutz und Erhalt der Vielfalt der Arten, Lebensräume und Gene anstoßen. Hintergrund ist ein kontinuierlicher Rückgang an Biodiversität in fast allen Ländern der Erde.

In Deutschland werden im Rahmen der UN-Dekade Projekte und Beiträge ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung, nachhaltige Nutzung und Vermittlung der biologischen Vielfalt einsetzen. Bewerben können sich sowohl Einzelpersonen oder -initiativen als auch institutionelle Projektträger wie Verbände, Stiftungen, Unternehmen und staatliche Organisationen. Die Bewerbung erfolgt über die Webseite der UN-Dekade. Über die Auszeichnung entscheidet eine Fachjury.

Informationen zur UN-Dekade: www.undekade-biologischevielfalt.de
Informationen zum Projekt: www.natur-in-graue-zonen.de

Video "Natur in graue Zonen"

Pressekontakt

Michaela Shields (WILA Bonn)
0228 2016148
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Pit Rauert (UN-Dekade Biologische Vielfalt)
0228 9773442
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